MartinLiebe Leserinnen und Leser,

der November steht immer im Zeichen der Friedensdekade / den Friedenswochen. Das Leitbild in diesem Jahr: "couragiert widerständig". Unter diesem Titel werden in und um München wieder viele interessante Veranstaltungen angeboten. Eine Zusammenstellung ist beim Friedensbündnis (Friedenswochenprogramm als Faltblatt (PDF)) erhältlich.
Dieses Jahr - später als in den Jahren zuvor - findet unser Begegnungswochenende auch mitten in der Friedensdekade statt. Und wie üblich werden wir dort auch das Thema der Dekade aufgreifen. Wie schon viele Jahre treffen wir uns wieder in Armstorf.
Interessant und zum ersten Mal wird es eine Abschlussveranstaltung der Friedensdekade geben. Und die sogar in unserem Bistum, in Prien. Dazu sind natürlich wie auch zu allen anderen Veranstaltungen alle ganz herzlich eingeladen.

Ihr/Euer Martin Pilgram,
Vorsitzender von pax christi im Erzbistum München und Freising


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4. November 2026, 19:00 Uhr
Militär, Aufrüstung, Krieg - verheerende Klimakiller! verheimlicht, schöngerechnet, Greenwashing

​erwinNeue Studien zeigen ohne Schönrechnung: Militär, Waffen und erst recht Krieg stellen extreme Klimakiller dar. Vom Weltklimarat unberücksichtigt, beim Pariser Klimaabkommen ausgeblendet, machen deren CO2-Emissionen alle Einsparungen für den Klimaschutz zunichte.

​Alle Ziele zur Klimaneutralität sind durch die Aufrüstung unerreichbar!  (mehr)

Referent: Erwin Schelbert

Ort: EineWeltHaus, Schwanthalerstraße 80, 80336 München

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10. November 2026, 18:00 Uhr
Friedensgottesdienst

BonifazPax christi lädt ein zum monatlichen Friedensgottesdienst in der Krypta von St. Bonifaz. Im November wird Claus Stegfellner den Gottesdienst mit uns feiern.

Nach dem Gottesdienst können wir uns wieder im Pfarrzentrum von St. Bonifaz treffen. (mehr)

Ort: St. Bonifaz, Krypta, München, Karlstr. 34

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13. - 14. November 2026
pax christi Begegnungstage Armstorf

ArmsdorfSeit vielen Jahren organisiert der Diözesanvorstand pax christi München und Freising im Herbst ein Begegnungswochenende. Auch dieses Jahr planen wir das jährliche Motto der Friedensdekade zu thematisieren.

"Das Motto der Oekumenischen Friedensdekade 2026 "couragiert widerständig" fordert alle heraus, sich für gewaltlose Wege zu engagieren. Es fordert zur Zivilcourage auf, zur wohl schönsten Form des Widerstands. Es fordert auf, der Logik der Sicherheit, der Sprache der Gewalt zu widerstehen. Es fordert dazu auf, uns immer wieder vom Friedenszeugnis Jesu aufrütteln, verunsichern, hinterfragen – aber auch orientieren, bestärken, befrieden zu lassen.“ Frederike F. Spengler, Regionalbischöfin, Erfurt
Diese Herausforderung wollen wir an diesem Wochenende annehmen. Was bedeutet Widerstand in unserem Lebenszusammenhang, welche Beispiele können uns helfen, mutiger zu werden?    
Wir sind wieder zu Gast im Bildungshaus der Franziskanerinnen Kloster Armstorf, Dorfener Str. 12, 84427 Sankt Wolfgang www.bildungshaus-armstorf.com (mehr)

Beginn: 13. Nov 2026 – 15:00 Uhr

Ort: 13. Nov 2026 – 15:00 Uhr , Kloster Armstorf, Dorfener Str. 12, 84427 Sankt Wolfgang

 

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"Big Tech und Militarisierung"

TrögerKünstliche Intelligenz, Cloud-Infrastrukturen, Satellitennetzwerke und Datenanalyse sind längst zu zentralen Bestandteilen moderner Kriegsführung geworden. Unternehmen wie Google, Amazon und Microsoft arbeiten eng mit Militär- und Geheimdienstapparaten zusammen und profitieren von massiv steigenden Verteidigungsbudgets.

Gleichzeitig verschwimmen die Grenzen zwischen ziviler Kommunikationstechnologie, Überwachung und militärischer Nutzung.

Der Vortrag zeichnet diese Entwicklung nach und zeigt, wie sich ein neuer militärisch-technologischer Komplex herausbildet, in dem private Technologiekonzerne zunehmend zentrale Funktionen staatlicher Sicherheits- und Kriegsinfrastrukturen übernehmen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, welche politische und gesellschaftliche Macht entsteht, wenn Big Tech, KI-Infrastruktur und militärische Interessen immer stärker miteinander verschmelzen und welche Folgen diese Entwicklung für demokratische Kontrolle hat. (mehr)

04.November 2026, 18.30 Uhr
Israel nach den Wahlen: Perspektiven für den Nahostkonflikt

wahlAm 27. Oktober haben die Menschen in Israel ein neues Parlament gewählt. Was bedeuten die Wahlen in Israel für die Zukunft der Region? Welche politischen Spielräume gibt es für Friedensprozesse? Und welchen Beitrag kann Friedensarbeit unter den aktuellen Bedingungen leisten?  (mehr)

Darüber spricht Hannah Sanders mit:

  • Dr. Muriel Asseburg, Stiftung Wissenschaft und Politik
  • Fiona Kopp, Willy Brandt Center Jerusalem

Zur Anmeldung

Ort: Online (Link wird bei Anmeldung mitgeteilt)

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06. November 2026, 18:00 Uhr
Neozionismus und Militarismus in Israel
 
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Jenseits der westlichen Linken
Eine marxistische Dialektik aus Antifaschismus und Antiimperialismus

iswMarxismus ist keine starre Lehre, sondern eine 150-jährige internationale Geschichte aus Theorie und Praxis – zu der heute auch Ökologie, Feminismus und Antirassismus gehören. Umso mehr muss er sich gegen deren "Entwendungen aus der Kommune" (Ernst Bloch) zur Wehr setzen: Ökologie gibt es nicht olivgrün, Feminismus nicht bellizistisch, und ohne Antiimperialismus wird kein Kampf gegen Rassismus Erfolg haben. Dieses synthetische Denken marxistischer Strategie wird besonders wichtig in den heutigen Zeiten der Faschisierung. Faschisierung beschreibt nicht nur das Erstarken von AfD und Co., sondern den Rechtsdrift der gesamten bürgerlichen Mitte und ihrer Kapitalfraktionen als einen Prozess, bei dem die Bedingungen des Faschismus im 'Schoß' des Spätkapitalismus erzeugt werden. Eine Schmittsche Freund-Feind-Logik als Grenzregime ist eine dieser Bedingungen und reicht in der EU von der Remilitarisierung bis zur Aufrüstung der Grenzen nach innen wie außen. Wie schon 1917, ist darum einmal mehr "Frieden und Brot" (Lenin) die Losung eines revolutionären Pazifismus. (mehr)

Ein Vortrag von Lukas Meisner, Philosoph & Herausgeber "Das Argument" über die Zukunft des Marxismus

 
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Beckmann – nach Wolfgang Borchert

BeckmannDer Kriegsheimkehrer Beckmann sucht den Oberst auf, der ihm einst den Befehl gab, mit zwanzig Mann einen Wald zu erkunden. Elf kamen nicht zurück. Beckmann kommt nicht, um anzuklagen – dazu fehlt ihm längst die Kraft. Er kommt, um etwas zurückzugeben: die Verantwortung für jene elf, die er im Schnee zurücklassen musste.

BECKMANN verdichtet eine Schlüsselszene aus Wolfgang Borcherts „Draußen vor der Tür“ auf 27 Minuten. Das Haus des Obersts ist einer leeren Landschaft gewichen, die Begegnung der beiden Männer kippt ins Traumartige. Borchert schrieb den Stoff 1947 als Heimkehrer und Sterbender; achtzig Jahre später wird in Deutschland wieder mit einer Selbstverständlichkeit über Krieg gesprochen, die den Text unangenehm aktuell macht.

Vorab läuft „Sag Nein“, Ludo Vicis Aufnahme von Borcherts Appell „Dann gibt es nur eins!“. Im Anschluss diskutieren Regisseur Ludo Vici, die Darsteller Fred Aaron Blake und Claus Zey sowie Kameramann Johannes Neudert mit dem Publikum. (mehr)

10. November 2026, 11:00 Uhr
Gedenken an den November 1938

Alljährlich gedenkt die Landeshauptstadt München ihrer jüdischen Bürgerinnen und Bürger, die in der Pogromnacht 1938 und in den darauffolgenden Jahren entrechtet, verfolgt, deportiert, in den Suizid getrieben oder ermordet wurden.

Um die Erinnerung an die Einzelschicksale der Schoah im Bewusstsein der Menschen zu bewahren, findet auch in diesem Jahr eine Gedenkveranstaltung am 10. November 2026 im Saal des Alten Rathaus, dem historischen Ort der Proklamierung der ‚Kristallnacht‘, statt.

Gedenkveranstaltung im Alten Rathaus
Die Veranstaltung am 10. November 2026 im Alten Rathaus (Marienplatz 15) beginnt um 11 Uhr.

Ansprachen

  • Dominik Krause, Oberbürgermeister der Landes­hauptstadt München
  • Dr. h. c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Vortrag
"Wissen und Verantwortung: Überlegungen zu Familien­gedächtnis und Demokratie-Resilienz"

Prof. Dr. Isabel Heinemann, Direktorin des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin und Professorin am Lehrstuhl für Neueste Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität

Gedenken an das Schicksal von drei verfolgten jüdischen Familien in Trudering, vorgetragen von den Schülerinnen Elise Atug, Eleonora Lemm, Marielle Sander und Charlotte Schupp sowie dem Schüler Matej Babic

El Male Rachamim (Gedenkgebet), Rabbiner Shmuel Aharon Brodman

Biographien und Ausstellung, Arbeitsgruppe des Gymnasiums Trudering, Leitung: Anne Bäumler

Musikalische Umrahmung , Orchester des Gymnasiums Trudering, Leitung: Uta Hamp

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Anmeldung zur Gedenkveranstaltung im Alten Rathaus bis 4. November 2026 unter www.nsdoku.de/gedenken9nov38

Ort: Altes Rathaus, München

10. .November 2026, 18.30 Uhr
Wahlen im Westlichen Balkan: Aufbruch oder neue Blockaden für den Frieden?

wahlIn diesem Herbst wurde gleich in zwei Ländern des Westlichen Balkans gewählt: in Bosnien und Herzegowina und in Serbien. Die Ergebnisse werfen grundlegende Fragen für den Frieden und die Friedensarbeit in der Region auf.  (mehr)

Darüber spricht Alexander Vojvoda mit:

  • Adnan Ćerimagić, European Stability Initiative
  • Budimir Ivanišević, Regionaldirektor von Pro Peace im Westlichen Balkan
  • Ljiljana Sinickovic, Landesdirektorin von Pro Peace in Bosnien und Herzegowina

Zur Anmeldung

Die Veranstaltung findet in Englisch mit Verdolmetschung ins Deutsche statt.

Ort: Online (Link wird bei Anmeldung mitgeteilt)

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11. November 2026, 19:00 Uhr
Zeit zu reden: Grundgesetz oder Staatsräson?
Wie Deutschland mit seiner freiheitlichen Ordnung ringt

KaleckAbgesagte Vorträge, gekündigte Räume, aufgelöste Versammlungen, nicht verliehene Preise, Fördergelder unter Vorbehalt: In Deutschland wird heftig darüber gestritten, was gesagt, gezeigt und erforscht werden darf. Betroffen sind die Meinungs- und die Versammlungsfreiheit, aber auch Kunst, Kultur und Wissenschaft – alles Bereiche, die das Grundgesetz ausdrücklich schützt.

Viele Menschen sehen darin eine Einschränkung von Freiheitsrechten, begründet mit einer falsch verstandenen Staatsräson und einem instrumentalisierten Antisemitismus-Vorwurf. Andere empfinden palästinasolidarische Proteste, Aktionen und Äußerungen als bedrohlich oder radikal und fühlen sich nicht ausreichend geschützt. Die Gräben werden tiefer, weil Positionen nicht offen diskutiert, sondern von vornherein delegitimiert werden.

Wie verhalten sich Staatsräson und Grundrechte zueinander? Wo verläuft die Grenze zwischen legitimer Kritik gegenüber Israel und Antisemitismus, und wer zieht sie? Wie kann ein Rechtsstaat verhindern, dass jüdische gegen muslimische Menschen ausgespielt werden? Und was geschieht mit einer Demokratie, wenn Debatten nicht mehr geführt, sondern verhindert werden? Ein Gespräch über das, was uns trennt, und über das, was eine freiheitliche Ordnung zusammenhält.(mehr)

mit: Amelie Deufhard, Florian Meinel, Jerzy Montag, Fairouz Qasrawi, Kristin Helberg,

Ort: Kulturhaus Milbertshofen, Curt-Mezger-Platz 1 80809 München

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12. November 2026
Die katholische Kirche und die radikale Rechte
Transnationale Netzwerke und Diskurse

KircheDie Tagung beleuchtet, wie transnationale Netzwerke der radikalen Rechten das Christentum ideologisch nutzen und welche Herausforderungen sich daraus für Kirche, Gesellschaft und Menschenrechte ergeben.

Die politische Mobilisierung der radikalen Rechten macht nicht an nationalen Grenzen halt. Dabei zeigt sich in Hinblick auf das Christentum auch auf transnationaler Ebene eine bekannte Dynamik: Einerseits bemühen sich die Akteur:innen der Neuen Rechten, ihre ausgrenzende Ideologie christlich zu grundieren, während gleichzeitig auch innerhalb katholischer Kontexte einige Gruppen die Nähe zur radikalen Rechten suchen. So verbinden sich adlige Milieus, "Christfluencer" und politische Akteur:innen zu einem weltweiten Netzwerk, das durch gemeinsame Narrative, digitale Medien und weitgehend geteilte Menschen- und Familienbilder zusammengehalten wird.
In Vorträgen und Workshops fragen wir: Wie funktionieren diese transnationalen Netzwerke - und welche Herausforderungen entstehen daraus für Kirche und Gesellschaft? Wo genau liegen die menschenrechtlichen, kirchlichen und theologischen Konfliktfelder? (mehr)

9.30 Uhr Ankommen bei Kaffee und Tee
9.45 Uhr Tagungsbeginn und Begrüßung
10.00 Uhr Impulsvortrag I: Vernetzt im Glauben ans Rechte: Christlicher Nationalismus als transatlantische Phänomen (AT), Annika Brockschmidt

10.30 Uhr Impulsvortrag II: Christen und Vorurteile - ein ambivalentes Verhältnis, Prof. Dr. Gert Pickel

11.00 Uhr Diskussion zu den Impulsvorträgen und Rückfragen
12.00 Uhr Vorstellung der Workshops
12.15 Uhr Mittagspause
13.15 Uhr Workshopphase I
1. Komplexität statt Naturordnung - Theologie der Interdependenz als Antwort auf katholische Anti-Gender-Diskurse, Lia Alessandro
2. Von "hippen Missionaren" und rechten Vereinnahmungstendenzen - Einblicke in die Lebensrealitäten und Debatten im freikirchlich, neopentekostalen Spektrum des Christentums in Deutschland, Dr. Florian Schuppe & Pastor Christof Michos
3. Zwischen Frömmigkeit, Elitenbildung und dezentralen Netzwerken: Opus Dei im Kontext transnationaler rechtskatholischer Netzwerke, Dr. Cynthia Möller
4. Die Orthodoxen Kirchen und die Netzwerke der Neuen Rechten, Prof. Dr. Regina Elsner

14.15 Uhr Kaffeepause
14.45 Uhr Workshopphase II (gleiches Angebot wie Phase I)
15.45 Uhr Abschlussplenum
16.15 Uhr Fazit und Verabschiedung
16.30 Uhr Ende

Tagungsleitung:
Kai Kallbach (DA/KDM-Standort Südbayern) und Martin Stammler (CPH/KDM-Standort Nordbayern)

Ort: Katholische Akademie in Bayern, Mandlstr. 23, 80802 München

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13. November 2026, 10:00 Uhr
Ein Plädoyer für Völkerrecht und Menschenrechte

Kaleck"Wie sollen wir mit dieser ständigen Flut von Schreckensmeldungen aus aller Welt umgehen?" fragt angesichts der massiven Völkerrechtsverletzungen Wolfgang Kaleck in seinem neuen Buch.
Systemisches Unrecht und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gab es zu jeder Zeit. Neu ist aber die Wucht, mit der das Völkerrecht und seine Institutionen heute angegriffen werden.

Wolfgang Kaleck, einer der international renommiertesten Menschenrechtsanwälte, zeigt, welche Reformen es bräuchte und wie und mit wem wir gemeinsam dafür streiten können. (mehr)

Ort:

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14. November 2026, 19:00 Uhr
Bass statt Befehle - Konzert gegen Wehrpflicht
 

KonzertWarum zurück zur Wehrpflicht, wenn wir stattdessen gemeinsam feiern können?

Am 14. November 2026 laden wir euch zu BASS STATT BEFEHLE in die Kranhalle im Feierwerk ein – einem Konzert gegen die Wehrpflicht und gegen die zunehmende Normalisierung von Aufrüstung und Militarisierung. (mehr)

Mit dabei: LGoony, MC Smook, Secret Act
Moderation: Robert Karo

Außerdem wird das Bündnis gegen Wehrpflicht mit einem Infostand vor Ort sein und über den Widerstand gegen die Wehrpflicht informieren.

Ort: Kranhalle - Feierwerk, Hansastr. 39-41

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15. November 2026, 19:30 Uhr
Vom Mitbegründer des Deutschen Museums zum KZ-Dachau-Häftling und Shoah-Opfer
Musikalische Lesung zum Gedenken an Arthur Schönberg
SchoenbergEr sei der wahre Schöpfer des Walchenseekraftwerks, so die Würdigung Oskar von Millers, des bekannten Pioniers der Energieversorgung in Deutschland. Gemeint ist Arthur Schönberg (1874 –1943), sein engster Vertrauter über mehr als drei Jahrzehnte. Der Ingenieur Schönberg, Cousin des berühmten Komponisten Arnold Schönberg, war einer der wichtigsten Planungsingenieure in Deutschland, stand aber stets im Schatten Millers. Zudem gilt er als Pionier bei der Einführung des elektrischen Kochens in deutschen Haushalten. Auch bei der Gründung, dem Auf- und dem Ausbau des Deutschen Museums in München war Schönberg omnipräsent.
 
Wegen seiner jüdischen Herkunft wurde Schönberg stark angefeindet. Nach der sogenannten Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wurde er zunehmend verfolgt, entrechtet und finanziell ausgebeutet. Nach der Pogromnacht war er vom 10. bis zum 29. November 1938 im KZ Dachau inhaftiert. Mit seiner Frau Eva wurde er schließlich ins Ghetto Theresienstadt verschleppt, wo beide ihr Leben verloren.
 
Dr. Wilhelm Füßl, Historiker und von 1992 bis 2021 Archivleiter des Deutschen Museums, liest aus seiner 2024 erschienen Arthur-Schönberg-Biographie. Für das Buch hat der Autor über 30 Jahre lang akribisch Quellen zusammengetragen.

Musikalisch wird der Abend von der Sopranistin Lydia Teuscher, bekannt durch ihre Auftritte u. a. in der Bayerischen Staatsoper und mit dem Symphonieorchester des BR, und der Pianistin Anne Schätz, die sich seit 25 Jahren mit dem Schaffen durch die Nationalsozialisten verfolgter Komponisten beschäftigt, gestaltet. Es erklingen Lieder Arnold Schönbergs, die dieser in jungen Jahren der späteren Frau seines Cousins Arthur gewidmet hatte, und Kompositionen von Pavel Haas und Victor Ullmann, die zeitweise im Ghetto Theresienstadt interniert waren und im KZ Auschwitz ermordet wurden. (mehr)

Ort: Karmel Heilig Blut, Alte Römerstraße 91, 85221 Dachau

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16. November 2026, 19:00 Uhr
Auf in den Krieg? 
Wie Wirtschaft, Politik und Gesellschaft militarisiert werden

KonzertDeutschland wird mit Gesetzen, Rüstung und Mobilmachung auf Krieg eingeschworen. Insbesondere Bayern ist hier vorn mit dabei und versucht sich, die Aufrüstung als Sicherheitsmaßnahme und Wirtschaftsprogramm schön zu reden. 

Die Ertüchtigung der Industrie, die "Erfolgsgeschichten" von Startup-Unternehmen, die tödliche Produkte entwickeln verdecken die Einschränkungen, die für die Gesellschaft damit einhergehen und den Verlust an demokratischer Mitsprache.

Der Vortrag möchte daran erinnern, wer an der Rüstung verdient und die Frage stellen, wie wir als Gesellschaft uns gegen den Narrativ von "Sicherheit durch Rüstung" wehren können. (mehr)

Andreas Seifert ist im Vorstand der Informationsstelle Militarisierung; er arbeitet zur deutschen Rüstungsindustrie, u.a. hat er auch für die IMI das Handbuch Rüstung herausgebracht, eine wichtige Unterstützung bei der notwendigen Militärkritik.

Ort: EineWeltHaus Großer Saal E01

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17. November 2026, 18:00 Uhr
Magda Trocmé, Friedensarbeiterin und Widerstandskämpferin
Lesung und Diskussion

TrocmeProf. Gottfried Orth, hat die Biographie übersetzt und herausgegeben. Er selbst sagt:  „Ich habe selten ein Buch gelesen, das mich so berührt hat und das deutlich macht, wie die Freude am Leben in den Widerstand führt - selbst in den dunkelsten Zeiten europäischer Geschichte“

Er erinnert mit Texten aus zwei Büchern an die Pazifistin und Widerstandskämpferin Magda Trocmé (mehr)

Moderation: Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen,Versöhnungsbund

Ort: Gemeindesaal der ev. Auferstehungskirche München, Gollierstr. 55 Nahe U5 Schwanthalerhöhe und Bus 53, 134, 153

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17. November 2026, 19:00 Uhr
Tänze und Geschichten, die die Seele nähren

Heilig KreuzMeditativer Kreistanz mit Gertrud Knauer, Tanzleiterin
Bitte Termin kurz bestätigen lassen: unter 089 6 92 84 97 und nachfragen, ob der 17.11. bleibt, da sich kurzfristig eine Raumänderung ergeben könnte. (mehr)

Ort: Pfarrheim Heilig Kreuz 1. Stock, Untere Grasstr. 16/Eingang Gietlstr. (U2, Tram 25, X30 Bus "Silberhornstr")

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18. November 2026, 18:00 Uhr
Bundesweiter Gottesdienst der Ökumenischen FriedensDekade 2026 in Prien am Chiemsee
Einladung zum zentralen Gottesdienst

FriedensdekadeAm Mittwoch, dem 18. November 2026, um 18.00 Uhr findet der bundesweit zentrale Gottesdienst der Ökumenischen FriedensDekade in Prien am Chiemsee in der Christuskirche (Kirchenweg 13, 83209 Prien a. Chiemsee) statt.

Seit über 45 Jahren steht die Ökumenische FriedensDekade für Gerechtigkeit, gerechten Frieden und die Bewahrung der Schöpfung. Angesichts der Herausforderungen dieser Tage bleibt das gemeinsame Gebet für den Frieden und das mutige Eintreten für ein friedliches Miteinander so bedeutsam wie selten zuvor. (mehr)

Ort: Christuskirche, Kirchenweg 13, 83209 Prien a. Chiemsee

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22. November 2026, 11:00 Uhr
Imagine Peace

imagine peaceDokumentarfilm über die 100jährige Edith Ballantyne und die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit mit anschließendem Filmgespräch

Als jüchtliche Jüdin/Flüchtling floh sie 1938 aus dem Sudetenland vor den Nazis nach Kanada. Später wurde sie Generalsekretärin und Präsidentin der Women's International League for Peace and Freedom (WILPF) und wirkte eng mit den Vereinten Nationen zusammen.
Angesichts eskalierender Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten ruft sie gemeinsam mit anderen Aktivistinnen (wie Shirine Jurdi, Nina Potarska und Madeleine Rees) zu Dialog, Abrüstung und feministischer Friedensarbeit auf.(mehr)

Ort: Kino Breitwand, Gauting, Bahnhofsplatz 2, S6 (direkt am S-Bahnhof)

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24.November 2026, 16:00 Uhr
Philippinen: Historischer Urnengang nach Jahrzehnten der Gewalt

wahlEs ist ein Moment, der Geschichte schreibt: Am 14. September dieses Jahres wählten die Menschen in der autonomen Region Bangsamoro im Süden der Philippinen erstmals ein eigenes Regionalparlament. Über Jahrhunderte war Bangsamoro von Konflikten und Gewalt geprägt. Das Streben der muslimischen Bevölkerung nach Selbstbestimmung reicht zurück bis in die spanische Kolonialzeit. Seit den 1970er Jahren kämpften muslimische Gruppen für einen unabhängigen Staat. Schätzungen zufolge kostete der Konflikt über 120.000 Menschenleben. Nach jahrelangen Verhandlungen mit der philippinischen Zentralregierung wurde 2014 ein Friedensabkommen geschlossen, das die Einrichtung einer autonomen Region vorsah – zunächst unter einer Übergangsregierung. Die erste reguläre Wahl wurde mehrfach verschoben. Am 14. September war es nun soweit.

Was bedeutet das Wahlergebnis für die Zukunft Bangsamoros? Welche Erwartungen und Hoffnungen haben die Menschen vor Ort? Und wie kann Friedensarbeit dazu beitragen, dass aus dem Friedensabkommen tatsächlich ein dauerhafter Frieden wird? (mehr)

Darüber spricht Hannah Sanders mit:

  • Georgi Engelbrecht, International Crisis Group
  • Philip Poppelreuter, Pro Peace Philippinen

Zur Anmeldung

Ort: Online (Link wird bei Anmeldung mitgeteilt)

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25. November 2026, 19:30 Uhr
Mein Großvater, ein Kriegsverbrecher
Gesprächsabend mit Karin Eideloth und Dr. Andrea Erkenbrecher

versöhnungskircheKarin Eideloth ist 40 Jahre alt, als sie von der NS-Vergangenheit ihres Großvaters Adolf Heinrich erfährt: Als 17-Jähriger war der gebürtige Oberfranke 1944 an dem Massaker im französischen Oradour-sur-Glane beteiligt, bei dem eine Einheit der Waffen-SS 643 Männer, Frauen und Kinder tötete.

Bei ihren Recherchen zu diesem Massaker beschäftigte sich die Historikerin Dr. Andrea Erkenbrecher auch mit dem „Fall Adolf Heinrich“. Er wird 1953 in Frankreich in Abwesenheit zum Tode verurteilt und stellt sich daraufhin den amerikanischen Besatzungsbehörden in Bayern. Doch Zeit seines Lebens wird er in Deutschland weder angeklagt noch verurteilt. Im Jahr 2022 lernt Andrea Erkenbrecher die gleichaltrige Karin Eideloth kennen. Gemeinsam besuchen sie die Ruinen Oradours und treffen Überlebende sowie Hinterbliebene des Massakers. Als Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Oradour am 80. Jahrestag des Massakers besucht, begleiten ihn Karin Eideloth und Andrea Erkenbrecher als Sondergäste.
Im Rahmen des Gesprächsabends geht Andrea Erkenbrecher mit Karin Eideloth der Frage nach, wie eine solche Nachricht das Leben und den Blick auf die eigene Familie verändert. Außerdem sprechen sie über die Bedeutung ihrer Besuche in Oradour und den Austausch mit Opferfamilien. (mehr)
 
Ort: Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau (Zugang am Abend nur über Karmel Heilig Blut, Alte Römerstraße 91, 85221 Dachau)

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  • Frauen in Schwarz

    Die Frauen in Schwarz und Aktive für einen Gerechten Frieden in Nahost halten ihre Mahnwachen weiter an jedem 2. und 4. Freitag im Monat ab (mehr). Die nächsten Termine sind:

    • 13.11., 13:00 – 14:00 Uhr, Rosenheimer Platz
    • 27.11., 13:00 – 14:00 Uhr

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  • und natürlich unsere Infokanäle im Internet:

    Und wenn Sie selbst etwas entdecken, was Ihnen interessant erscheint, teilen Sie es uns bitte mit: muenchen@paxchristi.de

     

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    Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage.

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