der
November steht immer im Zeichen der Friedensdekade / den
Friedenswochen. Das Leitbild in diesem Jahr: "couragiert
widerständig". Unter diesem Titel werden in
und um München wieder viele interessante Veranstaltungen
angeboten. Eine Zusammenstellung ist beim Friedensbündnis (Friedenswochenprogramm
als Faltblatt (PDF)) erhältlich.
Dieses Jahr - später als in den Jahren zuvor - findet unser
Begegnungswochenende auch mitten in der
Friedensdekade statt. Und wie üblich werden wir dort auch
das Thema der Dekade aufgreifen. Wie schon viele Jahre
treffen wir uns wieder in Armstorf.
Interessant und zum ersten Mal wird es eine
Abschlussveranstaltung der Friedensdekade geben. Und die
sogar in unserem Bistum, in Prien. Dazu sind natürlich wie
auch zu allen anderen Veranstaltungen alle ganz herzlich
eingeladen.
Ihr/Euer Martin Pilgram,
Vorsitzender von pax christi im Erzbistum München und Freising
4.
November
2026, 19:00 Uhr
Militär, Aufrüstung, Krieg - verheerende
Klimakiller! verheimlicht, schöngerechnet, Greenwashing
Neue
Studien zeigen ohne Schönrechnung: Militär, Waffen und
erst recht Krieg stellen extreme Klimakiller dar. Vom
Weltklimarat unberücksichtigt, beim Pariser
Klimaabkommen ausgeblendet, machen deren CO2-Emissionen
alle Einsparungen für den Klimaschutz zunichte.
Alle Ziele zur Klimaneutralität sind
durch die Aufrüstung unerreichbar!
(mehr)
Referent: Erwin Schelbert
Ort: EineWeltHaus, Schwanthalerstraße
80, 80336 München
10.
November
2026, 18:00 Uhr Friedensgottesdienst
Pax
christi lädt ein zum monatlichen Friedensgottesdienst in der
Krypta von St. Bonifaz. Im November wird Claus Stegfellner den Gottesdienst mit uns
feiern.
Nach dem Gottesdienst können wir uns wieder im
Pfarrzentrum von St. Bonifaz treffen. (mehr)
Ort: St. Bonifaz, Krypta,
München, Karlstr. 34
13.
- 14. November
2026 pax christi Begegnungstage
Armstorf
Seit
vielen Jahren organisiert der Diözesanvorstand pax
christi München und Freising im Herbst ein
Begegnungswochenende. Auch dieses Jahr planen wir das
jährliche Motto der Friedensdekade zu thematisieren.
"Das Motto der Oekumenischen
Friedensdekade 2026 "couragiert widerständig"
fordert alle heraus, sich für gewaltlose Wege
zu engagieren. Es fordert zur Zivilcourage auf, zur wohl
schönsten Form des Widerstands. Es fordert auf, der
Logik der Sicherheit, der Sprache der Gewalt zu
widerstehen. Es fordert dazu auf, uns immer wieder vom
Friedenszeugnis Jesu aufrütteln, verunsichern,
hinterfragen – aber auch orientieren, bestärken,
befrieden zu lassen.“ Frederike F. Spengler,
Regionalbischöfin, Erfurt
Diese Herausforderung wollen wir an diesem Wochenende
annehmen. Was bedeutet Widerstand in unserem
Lebenszusammenhang, welche Beispiele können uns helfen,
mutiger zu werden?
Wir sind wieder zu Gast im Bildungshaus der
Franziskanerinnen Kloster Armstorf, Dorfener Str. 12,
84427 Sankt Wolfgang www.bildungshaus-armstorf.com(mehr)
Beginn: 13. Nov 2026 – 15:00 Uhr
Ort: 13. Nov 2026 – 15:00 Uhr , Kloster
Armstorf, Dorfener Str. 12, 84427 Sankt Wolfgang
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"Big Tech und Militarisierung"
Künstliche
Intelligenz, Cloud-Infrastrukturen,
Satellitennetzwerke und Datenanalyse sind längst zu
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geworden. Unternehmen wie Google, Amazon und
Microsoft arbeiten eng mit Militär- und
Geheimdienstapparaten zusammen und profitieren von
massiv steigenden Verteidigungsbudgets.
Gleichzeitig verschwimmen die Grenzen zwischen
ziviler Kommunikationstechnologie, Überwachung und
militärischer Nutzung.
Der Vortrag zeichnet diese Entwicklung nach und
zeigt, wie sich ein neuer
militärisch-technologischer Komplex herausbildet, in
dem private Technologiekonzerne zunehmend zentrale
Funktionen staatlicher Sicherheits- und
Kriegsinfrastrukturen übernehmen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, welche politische
und gesellschaftliche Macht entsteht, wenn Big Tech,
KI-Infrastruktur und militärische Interessen immer
stärker miteinander verschmelzen und welche Folgen
diese Entwicklung für demokratische Kontrolle hat. (mehr)
04.November 2026,
18.30 Uhr Israel nach den Wahlen: Perspektiven für
den Nahostkonflikt
Am
27. Oktober haben die Menschen in Israel ein neues
Parlament gewählt. Was bedeuten die Wahlen inIsrael für die Zukunft der Region? Welche
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(mehr)
Darüber spricht Hannah Sanders mit:
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06. November
2026, 18:00 Uhr Neozionismus und
Militarismus in Israel
0 Jenseits der
westlichen Linken
Eine marxistische Dialektik aus
Antifaschismus und Antiimperialismus
Marxismus
ist keine starre Lehre, sondern
eine 150-jährige internationale
Geschichte aus Theorie und
Praxis – zu der heute auch
Ökologie, Feminismus und
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muss er sich gegen deren
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besonders wichtig in den
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beschreibt nicht nur das
Erstarken von AfD und Co.,
sondern den Rechtsdrift der
gesamten bürgerlichen Mitte und
ihrer Kapitalfraktionen als
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Bedingungen des Faschismus im
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erzeugt werden. Eine Schmittsche
Freund-Feind-Logik als
Grenzregime ist eine dieser
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von der Remilitarisierung bis
zur Aufrüstung der Grenzen nach
innen wie außen. Wie schon 1917,
ist darum einmal mehr "Frieden
und Brot" (Lenin) die Losung
eines revolutionären Pazifismus.
(mehr)
Ein
Vortrag von Lukas Meisner,
Philosoph & Herausgeber "Das
Argument"
über die Zukunft des Marxismus
Der
Kriegsheimkehrer Beckmann sucht den Oberst auf,
der ihm einst den Befehl gab, mit zwanzig Mann
einen Wald zu erkunden. Elf kamen nicht zurück.
Beckmann kommt nicht, um anzuklagen – dazu fehlt
ihm längst die Kraft. Er kommt, um etwas
zurückzugeben: die Verantwortung für jene elf,
die er im Schnee zurücklassen musste.
BECKMANN verdichtet eine Schlüsselszene aus
Wolfgang Borcherts „Draußen vor der Tür“ auf 27
Minuten. Das Haus des Obersts ist einer leeren
Landschaft gewichen, die Begegnung der beiden
Männer kippt ins Traumartige. Borchert schrieb
den Stoff 1947 als Heimkehrer und Sterbender;
achtzig Jahre später wird in Deutschland wieder
mit einer Selbstverständlichkeit über Krieg
gesprochen, die den Text unangenehm aktuell
macht.
Vorab läuft „Sag Nein“, Ludo Vicis
Aufnahme von Borcherts Appell „Dann gibt es nur
eins!“. Im Anschluss diskutieren
Regisseur Ludo Vici, die Darsteller
Fred Aaron Blake und Claus Zey sowie Kameramann
Johannes Neudert mit dem Publikum. (mehr)
Ort: Royal
Filmpalast, Goetheplatz 2, 80337 München - Einlaß 10.30
Uhr
09. November 2026, 12:30
Uhr Die USA nach den Midterm-Wahlen:
Wird die amerikanische Demokratie überleben? Lunch & Learn – Ihre politische
Mittagsstunde zum Wochenstart
Diese
Ausgabe des Münchner Bildungswerkes beschäftigt sich mit der Zwischenwahl
(Midterms) in den USA.
Mit einem Blick auch auf die tieferen strukturellen
Probleme des politischen Systems der USA analysiert
Dr. Andreas Etges, Historiker und Experte für
amerikanische Politik, die Ergebnisse der
Zwischenwahlen. Wird der Kongress künftig wieder
stärker seine legislative Macht nutzen oder wird
Präsident Donald Trump weiterhin fast ohne
parlamentarische Gegenwehr regieren können? Kann es
auch angesichts des wachsenden Einflusses der
(sozialen) Medien gelingen, die tiefe politische
Spaltung in den zumindest teilweise zu mindern? (mehr)
09. November 2026, 10:00 Uhr Gedenkfeier zum 88. Jahrestag der
Pogromnacht mit Elli Stern (London)
In
ganz Deutschland wurden in der Nacht vom 9. auf 10.
November 1938 Synagogen zerstört und Juden aus ihren
Häusern verschleppt. Fünfzehn Bürgerinnen und Bürger
Dachaus wurden wegen ihrer jüdischen Herkunft bereits am
Tag zuvor aus der Stadt vertrieben. Zu ihnen zählte auch
der Viehhändler Samson Gutmann (1866-1938). Bei der
diesjährigen Gedenkfeier ist Elli Stern, eine Nachfahrin
der Familie Gutmann, zu Gast. Elli Stern wurde in Israel
geboren und wuchs in Mailand auf, wo sie Philosophie
studierte. Als Autorin und Übersetzerin arbeitet sie
seit vielen Jahren mit dem italienischen Verlag Il
Saggiatore zusammen, für den sie zahlreiche Bücher über
Musik übersetzt hat. 2021 veröffentlichte sie bei
Edizioni Zecchini ihren ersten Roman, Il suono rosso
(Der rote Klang), einen Roman über Musik, Erinnerung und
die Shoah. Elli Stern lebt heute in London. Im Gespräch
mit Giles Bennett wird sie über ihre persönliche
Verbindung zur Geschichte der Shoah und über die
Erfahrung sprechen, der dritten Generation von
Holocaust-Überlebenden anzugehören. (mehr)
Ort: Ludwig Thoma-Haus, Dachau
10.
November 2026, 11:00 Uhr Gedenken an den November 1938
Alljährlich
gedenkt die Landeshauptstadt München ihrer jüdischen
Bürgerinnen und Bürger, die in der Pogromnacht 1938 und in
den darauffolgenden Jahren entrechtet, verfolgt, deportiert,
in den Suizid getrieben oder ermordet wurden.
Um
die Erinnerung an die Einzelschicksale der Schoah im
Bewusstsein der Menschen zu bewahren, findet auch in diesem
Jahr eine Gedenkveranstaltung am 10. November 2026 im
Saal des Alten Rathaus, dem historischen Ort der
Proklamierung der ‚Kristallnacht‘, statt.
Gedenkveranstaltung im Alten Rathaus
Die Veranstaltung am 10. November 2026 im Alten Rathaus
(Marienplatz 15) beginnt um 11 Uhr.
Ansprachen
Dominik Krause,
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München
Dr. h. c. Charlotte
Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde
München und Oberbayern
Vortrag
"Wissen und Verantwortung: Überlegungen zu
Familiengedächtnis und Demokratie-Resilienz" Prof. Dr. Isabel Heinemann, Direktorin des
Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin und Professorin
am Lehrstuhl für Neueste Geschichte an der
Ludwig-Maximilians-Universität
Gedenken an das Schicksal von drei
verfolgten jüdischen Familien in Trudering, vorgetragen von
den Schülerinnen Elise Atug, Eleonora Lemm, Marielle Sander
und Charlotte Schupp sowie dem Schüler Matej Babic
El
Male Rachamim
(Gedenkgebet), Rabbiner Shmuel Aharon Brodman
Biographien und Ausstellung,
Arbeitsgruppe des Gymnasiums Trudering, Leitung: Anne
Bäumler
Musikalische Umrahmung ,
Orchester des Gymnasiums Trudering, Leitung: Uta Hamp
10. .November 2026,
18.30 Uhr Wahlen im Westlichen Balkan: Aufbruch
oder neue Blockaden für den Frieden?
In
diesem Herbst wurde gleich in zwei Ländern des Westlichen
Balkans gewählt: in Bosnien und Herzegowina und in Serbien.
Die Ergebnisse werfen grundlegende Fragen für den Frieden
und die Friedensarbeit in der Region auf.
(mehr)
Darüber spricht Alexander Vojvoda mit:
Adnan Ćerimagić,European
Stability Initiative
Budimir Ivanišević,
Regionaldirektor von Pro Peace im Westlichen Balkan
Ljiljana Sinickovic,
Landesdirektorin von Pro Peace in Bosnien und
Herzegowina
Die Veranstaltung findet in Englisch mit
Verdolmetschung ins Deutsche statt.
Ort: Online (Link
wird bei Anmeldung mitgeteilt)
11. November 2026, 19:00 Uhr Zeit zu reden: Grundgesetz oder
Staatsräson? Wie Deutschland mit seiner
freiheitlichen Ordnung ringt
Abgesagte
Vorträge, gekündigte Räume, aufgelöste Versammlungen, nicht
verliehene Preise, Fördergelder unter Vorbehalt: In
Deutschland wird heftig darüber gestritten, was gesagt,
gezeigt und erforscht werden darf. Betroffen sind die
Meinungs- und die Versammlungsfreiheit, aber auch Kunst,
Kultur und Wissenschaft – alles Bereiche, die das
Grundgesetz ausdrücklich schützt.
Viele Menschen sehen darin
eine Einschränkung von Freiheitsrechten, begründet mit einer
falsch verstandenen Staatsräson und einem
instrumentalisierten Antisemitismus-Vorwurf. Andere
empfinden palästinasolidarische Proteste, Aktionen und
Äußerungen als bedrohlich oder radikal und fühlen sich nicht
ausreichend geschützt. Die Gräben werden tiefer, weil
Positionen nicht offen diskutiert, sondern von vornherein
delegitimiert werden.
Wie verhalten sich Staatsräson
und Grundrechte zueinander? Wo verläuft die Grenze zwischen
legitimer Kritik gegenüber Israel und Antisemitismus, und
wer zieht sie? Wie kann ein Rechtsstaat verhindern, dass
jüdische gegen muslimische Menschen ausgespielt werden? Und
was geschieht mit einer Demokratie, wenn Debatten nicht mehr
geführt, sondern verhindert werden? Ein Gespräch über das,
was uns trennt, und über das, was eine freiheitliche Ordnung
zusammenhält.(mehr)
Ort: Kulturhaus Milbertshofen, Curt-Mezger-Platz 1 80809 München
12. November 2026 Die katholische Kirche und die radikale
Rechte Transnationale Netzwerke und Diskurse
Die
Tagung beleuchtet, wie transnationale Netzwerke der
radikalen Rechten das Christentum ideologisch nutzen und
welche Herausforderungen sich daraus für Kirche,
Gesellschaft und Menschenrechte ergeben.
Die politische Mobilisierung der
radikalen Rechten macht nicht an nationalen Grenzen halt.
Dabei zeigt sich in Hinblick auf das Christentum auch auf
transnationaler Ebene eine bekannte Dynamik: Einerseits
bemühen sich die Akteur:innen der Neuen Rechten, ihre
ausgrenzende Ideologie christlich zu grundieren, während
gleichzeitig auch innerhalb katholischer Kontexte einige
Gruppen die Nähe zur radikalen Rechten suchen. So verbinden
sich adlige Milieus, "Christfluencer" und politische
Akteur:innen zu einem weltweiten Netzwerk, das durch
gemeinsame Narrative, digitale Medien und weitgehend
geteilte Menschen- und Familienbilder zusammengehalten wird.
In Vorträgen und Workshops fragen wir: Wie funktionieren
diese transnationalen Netzwerke - und welche
Herausforderungen entstehen daraus für Kirche und
Gesellschaft? Wo genau liegen die menschenrechtlichen,
kirchlichen und theologischen Konfliktfelder? (mehr)
9.30 Uhr Ankommen bei Kaffee und Tee
9.45 Uhr Tagungsbeginn und Begrüßung
10.00 Uhr Impulsvortrag I: Vernetzt im Glauben ans Rechte:
Christlicher Nationalismus als transatlantische Phänomen
(AT), Annika Brockschmidt
10.30 Uhr Impulsvortrag II: Christen und Vorurteile - ein
ambivalentes Verhältnis, Prof. Dr. Gert Pickel
11.00 Uhr Diskussion zu den Impulsvorträgen und Rückfragen
12.00 Uhr Vorstellung der Workshops
12.15 Uhr Mittagspause
13.15 Uhr Workshopphase I
1. Komplexität statt Naturordnung - Theologie der
Interdependenz als Antwort auf katholische
Anti-Gender-Diskurse, Lia Alessandro
2. Von "hippen Missionaren" und rechten
Vereinnahmungstendenzen - Einblicke in die Lebensrealitäten
und Debatten im freikirchlich, neopentekostalen Spektrum des
Christentums in Deutschland, Dr. Florian Schuppe & Pastor
Christof Michos
3. Zwischen Frömmigkeit, Elitenbildung und dezentralen
Netzwerken: Opus Dei im Kontext transnationaler
rechtskatholischer Netzwerke, Dr. Cynthia Möller
4. Die Orthodoxen Kirchen und die Netzwerke der Neuen
Rechten, Prof. Dr. Regina Elsner
14.15 Uhr Kaffeepause
14.45 Uhr Workshopphase II (gleiches Angebot wie Phase I)
15.45 Uhr Abschlussplenum
16.15 Uhr Fazit und Verabschiedung
16.30 Uhr Ende
Tagungsleitung:
Kai Kallbach (DA/KDM-Standort Südbayern) und Martin Stammler
(CPH/KDM-Standort Nordbayern)
Ort: Katholische Akademie in Bayern,
Mandlstr. 23, 80802 München
13. November 2026, 10:00 Uhr Ein Plädoyer für Völkerrecht und
Menschenrechte
"Wie
sollen wir mit dieser ständigen Flut von Schreckensmeldungen
aus aller Welt umgehen?" fragt angesichts der massiven
Völkerrechtsverletzungen Wolfgang Kaleck
in seinem neuen Buch.
Systemisches Unrecht und Verbrechen gegen die Menschlichkeit
gab es zu jeder Zeit. Neu ist aber die Wucht, mit der das
Völkerrecht und seine Institutionen heute angegriffen
werden.
Wolfgang Kaleck, einer der international renommiertesten
Menschenrechtsanwälte, zeigt, welche Reformen es bräuchte
und wie und mit wem wir gemeinsam dafür streiten können. (mehr)
Ort:
EineWeltHaus München, Schwanthaler Str. 80
14. November 2026,
19:00 Uhr Bass statt Befehle - Konzert gegen
Wehrpflicht
Warum
zurück zur Wehrpflicht, wenn wir stattdessen
gemeinsam feiern können?
Am 14. November 2026 laden wir euch zu BASS STATT
BEFEHLE in die Kranhalle im Feierwerk ein – einem
Konzert gegen die Wehrpflicht und gegen die
zunehmende Normalisierung von Aufrüstung und
Militarisierung. (mehr)
Mit dabei: LGoony, MC Smook, Secret Act
Moderation: Robert Karo
Außerdem wird das Bündnis gegen Wehrpflicht mit
einem Infostand vor Ort sein und über den Widerstand
gegen die Wehrpflicht informieren.
Ort: Kranhalle -
Feierwerk, Hansastr. 39-41
15. November 2026, 19:30 Uhr Vom Mitbegründer des Deutschen Museums
zum KZ-Dachau-Häftling und Shoah-Opfer Musikalische Lesung zum Gedenken an Arthur Schönberg
Er
sei der wahre Schöpfer des Walchenseekraftwerks, so
die Würdigung Oskar von Millers, des bekannten
Pioniers der Energieversorgung in Deutschland.
Gemeint ist Arthur Schönberg (1874 –1943), sein
engster Vertrauter über mehr als drei Jahrzehnte.
Der Ingenieur Schönberg, Cousin des berühmten
Komponisten Arnold Schönberg, war einer der
wichtigsten Planungsingenieure in Deutschland, stand
aber stets im Schatten Millers. Zudem gilt er als
Pionier bei der Einführung des elektrischen Kochens
in deutschen Haushalten. Auch bei der Gründung, dem
Auf- und dem Ausbau des Deutschen Museums in München
war Schönberg omnipräsent.
Wegen seiner jüdischen Herkunft wurde Schönberg
stark angefeindet. Nach der sogenannten
Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wurde
er zunehmend verfolgt, entrechtet und finanziell
ausgebeutet. Nach der Pogromnacht war er vom 10. bis
zum 29. November 1938 im KZ Dachau inhaftiert. Mit
seiner Frau Eva wurde er schließlich ins Ghetto
Theresienstadt verschleppt, wo beide ihr Leben
verloren.
Dr. Wilhelm Füßl, Historiker und
von 1992 bis 2021 Archivleiter des Deutschen
Museums, liest aus seiner 2024 erschienen
Arthur-Schönberg-Biographie. Für das Buch hat der
Autor über 30 Jahre lang akribisch Quellen
zusammengetragen.
Musikalisch wird der Abend von der Sopranistin
Lydia Teuscher, bekannt durch ihre Auftritte u.
a. in der Bayerischen Staatsoper und mit dem
Symphonieorchester des BR, und der Pianistin
Anne Schätz, die sich seit 25 Jahren mit dem
Schaffen durch die Nationalsozialisten
verfolgter Komponisten beschäftigt, gestaltet.
Es erklingen Lieder Arnold Schönbergs, die
dieser in jungen Jahren der späteren Frau seines
Cousins Arthur gewidmet hatte, und Kompositionen
von Pavel Haas und Victor Ullmann, die zeitweise
im Ghetto Theresienstadt interniert waren und im
KZ Auschwitz ermordet wurden. (mehr)
Ort: Karmel Heilig Blut, Alte
Römerstraße 91, 85221 Dachau
16. November 2026, 19:00 Uhr Auf in den Krieg?
Wie Wirtschaft, Politik und Gesellschaft militarisiert
werden
Deutschland
wird mit Gesetzen, Rüstung und Mobilmachung auf Krieg
eingeschworen. Insbesondere Bayern ist hier vorn mit dabei
und versucht sich, die Aufrüstung als Sicherheitsmaßnahme
und Wirtschaftsprogramm schön zu reden.
Die
Ertüchtigung der Industrie, die "Erfolgsgeschichten" von
Startup-Unternehmen, die tödliche Produkte entwickelnverdecken die Einschränkungen, die für die Gesellschaft
damit einhergehen und den Verlust an demokratischer
Mitsprache.
Der Vortrag
möchte daran erinnern, wer an der Rüstung verdient und die
Frage stellen, wie wir als Gesellschaft uns gegen den
Narrativ von "Sicherheit durch Rüstung" wehren können. (mehr)
Andreas Seifert ist im Vorstand
der Informationsstelle Militarisierung; er arbeitet zur
deutschen Rüstungsindustrie, u.a. hat er auch für die IMI
das Handbuch Rüstung herausgebracht, eine wichtige
Unterstützung bei der notwendigen Militärkritik.
Ort:
EineWeltHaus Großer Saal E01
17. November 2026, 18:00 Uhr Magda Trocmé, Friedensarbeiterin und Widerstandskämpferin Lesung und
Diskussion
Prof.
Gottfried Orth, hat die Biographie übersetzt und
herausgegeben. Er selbst sagt: „Ich habe selten ein Buch
gelesen, das mich so berührt hat und das deutlich macht, wie
die Freude am Leben in den Widerstand führt - selbst in den
dunkelsten Zeiten europäischer Geschichte“
Er erinnert mit Texten
aus zwei Büchern an die Pazifistin und Widerstandskämpferin
Magda Trocmé (mehr)
Moderation: Clemens Ronnefeldt, Referent für
Friedensfragen,Versöhnungsbund
Ort:
Gemeindesaal der ev. Auferstehungskirche München,
Gollierstr. 55 Nahe U5 Schwanthalerhöhe und Bus 53, 134, 153
17. November 2026, 19:00 Uhr
Tänze und Geschichten, die die Seele
nähren
Meditativer
Kreistanz
mit Gertrud Knauer,
Tanzleiterin Bitte Termin kurz bestätigen
lassen: unter 089 6 92 84 97 und
nachfragen, ob der 17.11. bleibt, da sich kurzfristig
eine Raumänderung ergeben könnte. (mehr)
18. November 2026, 18:00 Uhr Bundesweiter Gottesdienst der
Ökumenischen FriedensDekade 2026 in Prien am Chiemsee
Einladung zum zentralen Gottesdienst
Am
Mittwoch, dem 18. November 2026, um 18.00 Uhr findet der
bundesweit zentrale Gottesdienst der Ökumenischen
FriedensDekade in Prien am Chiemsee in der
Christuskirche (Kirchenweg 13, 83209 Prien a. Chiemsee)
statt.
Seit über 45 Jahren steht die Ökumenische
FriedensDekade für Gerechtigkeit, gerechten Frieden und
die Bewahrung der Schöpfung. Angesichts der
Herausforderungen dieser Tage bleibt das gemeinsame
Gebet für den Frieden und das mutige Eintreten für ein
friedliches Miteinander so bedeutsam wie selten zuvor. (mehr)
Ort: Christuskirche, Kirchenweg 13,
83209 Prien a. Chiemsee
22. November 2026, 11:00
Uhr Imagine Peace
Dokumentarfilm
über die 100jährige Edith Ballantyne und die Internationale
Frauenliga für Frieden und Freiheit mit anschließendem
Filmgespräch
Als jüchtliche Jüdin/Flüchtling floh sie 1938 aus dem
Sudetenland vor den Nazis nach Kanada. Später wurde sie
Generalsekretärin und Präsidentin der
Women's International League for Peace and Freedom
(WILPF) und wirkte eng mit den Vereinten Nationen zusammen.
Angesichts eskalierender Kriege in der Ukraine und im Nahen
Osten ruft sie gemeinsam mit anderen Aktivistinnen (wie
Shirine Jurdi, Nina Potarska und Madeleine Rees) zu Dialog,
Abrüstung und feministischer Friedensarbeit auf.(mehr)
Ort: Kino Breitwand, Gauting, Bahnhofsplatz
2, S6 (direkt am S-Bahnhof)
24.November 2026,
16:00 Uhr Philippinen: Historischer Urnengang nach
Jahrzehnten der Gewalt
Es
ist ein Moment, der Geschichte schreibt: Am 14.
September dieses Jahres wählten die Menschen in der
autonomen Region Bangsamoro im Süden
der Philippinen erstmals ein eigenes Regionalparlament.
Über Jahrhunderte war Bangsamoro von Konflikten und
Gewalt geprägt. Das Streben der muslimischen Bevölkerung
nach Selbstbestimmung reicht zurück bis in die spanische
Kolonialzeit. Seit den 1970er Jahren kämpften
muslimische Gruppen für einen unabhängigen Staat.
Schätzungen zufolge kostete der Konflikt über 120.000
Menschenleben. Nach jahrelangen Verhandlungen mit der
philippinischen Zentralregierung wurde 2014 ein
Friedensabkommen geschlossen, das die Einrichtung einer
autonomen Region vorsah – zunächst unter einer
Übergangsregierung. Die erste reguläre Wahl wurde
mehrfach verschoben. Am 14. September war es nun soweit.
Was bedeutet das Wahlergebnis für die Zukunft
Bangsamoros? Welche Erwartungen und Hoffnungen haben die
Menschen vor Ort? Und wie kann Friedensarbeit dazu
beitragen, dass aus dem Friedensabkommen tatsächlich ein
dauerhafter Frieden wird? (mehr)
25. November 2026, 19:30 Uhr Mein Großvater, ein Kriegsverbrecher Gesprächsabend mit Karin Eideloth und Dr. Andrea
Erkenbrecher
Karin
Eideloth ist 40 Jahre alt, als sie von der
NS-Vergangenheit ihres Großvaters Adolf Heinrich
erfährt: Als 17-Jähriger war der gebürtige
Oberfranke 1944 an dem Massaker im französischen
Oradour-sur-Glane beteiligt, bei dem eine Einheit
der Waffen-SS 643 Männer, Frauen und Kinder tötete.
Bei ihren Recherchen zu diesem Massaker beschäftigte
sich die Historikerin Dr. Andrea Erkenbrecher auch
mit dem „Fall Adolf Heinrich“. Er wird 1953 in
Frankreich in Abwesenheit zum Tode verurteilt und
stellt sich daraufhin den amerikanischen
Besatzungsbehörden in Bayern. Doch Zeit seines
Lebens wird er in Deutschland weder angeklagt noch
verurteilt. Im Jahr 2022 lernt Andrea Erkenbrecher
die gleichaltrige Karin Eideloth kennen. Gemeinsam
besuchen sie die Ruinen Oradours und treffen
Überlebende sowie Hinterbliebene des Massakers. Als
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Oradour am
80. Jahrestag des Massakers besucht, begleiten ihn
Karin Eideloth und Andrea Erkenbrecher als
Sondergäste.
Im Rahmen des Gesprächsabends geht Andrea
Erkenbrecher mit Karin Eideloth der Frage nach,
wie eine solche Nachricht das Leben und den
Blick auf die eigene Familie verändert. Außerdem
sprechen sie über die Bedeutung ihrer Besuche in
Oradour und den Austausch mit Opferfamilien. (mehr)
Ort: Evangelische
Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau
(Zugang am Abend nur über Karmel Heilig Blut,
Alte Römerstraße 91, 85221 Dachau)
Frauen in Schwarz
Die Frauen in
Schwarz und Aktive für einen Gerechten Frieden in
Nahost halten ihre Mahnwachen weiter an jedem 2. und
4. Freitag im Monat ab (mehr).
Die nächsten Termine sind:
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage.
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